Warum kann Film ein so kraftvolles Werkzeug in der Trauer- und Sterbebegleitung sein? Ein Abend mit Raum für Fragen, Gespräche und gemeinsame Reflexion. Filmemacher Raphael Schanz und Kameramann Philipp Seifert zeigen ihren Dokumentarfilm „Alleingang“. Gemeinsam mit dem Protagonisten und Urnenbegleiter Bernd Simon geben sie Eindrücke vom Entstehungsprozess und beleuchten zudem ihre Arbeit mit Erinnerungsfilmen.
Alleingang, 28 Minuten, 2021
Jedes Jahr werden fünf bis zehn Prozent aller verstorbenen Berliner*innen von den Ämtern bestattet, weil keine Angehörigen gefunden werden. Die meisten von ihnen werden von Urnenbegleiter Bernd Simon im Alleingang unter die Erde gebracht. Doch manchmal tauchen doch noch Weggefährt_innen auf, die auf ihre ganz eigene Art und Weise Abschied nehmen. Ein beobachtender Dokumentarfilm über einen Bestatter, der eigentlich Animateur werden wollte, ein skurriles Städteporträt und ein Spiegel unseres Umgangs mit Tod, Trauer und Erinnerung.
Ein kleiner, stiller, großartiger Dokumentarfilm
DER SPIEGEl
Gemeinsam werden wir an diesem Abend den Dokumentarfilm „Alleingang“ schauen. Anschließend wird es ein Filmgespräch mit Bernd Simon (dem Protagonisten), Raphael Schanz (Regisseur und Teil unseres Netzwerkes), sowie Philipp Seifert (Kameramann) geben.
Die Filmemacher Raphael Schanz und Philipp Seifert beschäftigen sich seit vielen Jahren mit den Themen Tod und Trauer. Ihr Interesse begann mit dem Kurzfilm „Alleingang“, der das einsame Sterben in Berlin zeigt. Raphael ist inzwischen auch ehrenamtlich als Sterbebegleiter aktiv und arbeitet an einem persönlichen Film über den Abschied von seiner Mutter. Aus dieser Arbeit entstand die Idee der Erinnerungsfilme: Filme, die gemeinsam mit Menschen am Lebensende oder ihren Zugehörigen entstehen, um persönliche Geschichten, Beziehungen und Erinnerungen sichtbar zu machen.
Darauf aufbauend erzählen Raphael und Philipp von den Erinnerungsfilmen, wie sie zu diesem Ansatz gelangt sind und warum Film ein so kraftvolles Werkzeug in der Trauer- und Sterbebegleitung sein kann. Den Abschluss bildet ein offener Austausch: Wie erinnern wir uns? Was braucht es für einen guten Abschied? Und wie kann Film Türen öffnen, um über diese Themen zu sprechen? Die Veranstaltung bietet Raum für Fragen, Gespräche und gemeinsame Reflexion.
Ab 18:00 Uhr öffnen wir die Türen des ahorn Spaces, ab 18:30 läuft der Film.
Du möchtest dabei sein? Wir freuen uns auf deine Anmeldung!
Die Teilnahme ist kostenlos.



