Wie sieht ein Ort aus, an dem Menschen sterben dürfen – und zugleich bis zuletzt selbst bestimmen, wie sie leben möchten?
Gemeinsam besuchen wir das Ricam Hospiz in der Neuköllner Delbrückstraße. Bei einer persönlichen Führung lernen wir nicht nur die Räume des stationären Hospizes kennen, sondern erfahren auch, wie der Alltag an diesem besonderen Ort gestaltet wird: Wie können körperliche Beschwerden gelindert werden? Welche Rolle spielen Pflege, Sozialarbeit, Musik- und Physiotherapie? Wie werden Angehörige einbezogen – und wie viel Individualität ist möglich, wenn die verbleibende Lebenszeit kurz geworden ist?
Im Ricam Hospiz entscheiden die Gäste selbst über ihren Tagesrhythmus: über Ruhe und Begegnung, Pflege- und Essenszeiten, Nähe und Rückzug. Im Mittelpunkt steht nicht das Sterben allein, sondern die Frage, was ein möglichst selbstbestimmtes Leben bis zuletzt ausmacht. Mehr über das stationäre Ricam Hospiz
Die Führung bietet Raum für ehrliche Fragen: Was unterscheidet ein Hospiz von einer Palliativstation? Wer kann aufgenommen werden? Wie erleben Mitarbeitende und Ehrenamtliche ihre Arbeit? Und was verändert sich vielleicht in unserem eigenen Blick auf das Lebensende, wenn wir einen solchen Ort einmal betreten haben?
Eine Einladung an alle, die neugierig sind, Berührungsängste abbauen oder Hospizarbeit jenseits ihrer Vorstellungen und Klischees kennenlernen möchten.



