Das Bett steht im Zentrum des Krankenhausgefüges. Hier finden Untersuchungen statt, Entscheidungen werden getroffen, Gespräche geführt. Gleichzeitig bleibt das Bett ein Ort der Hoffnung: ein Ort, an dem gepflegt und geheilt wird. Es ist gleichzeitig ein Schutzraum, denn die Bettwäsche bietet eine Hülle für den vulnerablen Körper in reibungsvoller Weise. Das Bett hält, bewahrt, bedeckt und schafft ein Nest, einen kleinen privaten Raum innerhalb eines öffentlichen Gebäudes. Gleichzeitig ist sie Trägerin des verletzten Körpers und sammelt dessen Spuren: Gerüche, Flüssigkeiten, Falten und Druckstellen.
In Auflösung untersucht das Krankenhausbett mit Zeichnungen, Installationen und Sound und ist dabei in Wechselwirkung mit dem ahorn Space, einem Kreativraum, der zu einem Bestattungsinstitut (der Ahorn Gruppe) gehört. Sich kümmernde Hände, Fürsorge und Pflege, die auch nach der Endlichkeit des Körpers ein Weiterhandeln versprechen.

Leonie Klöpfer setzt sich in ihrer künstlerischen Arbeit mit dem (metaphorischen) Heilen von Wunden und Verletzungen auseinander und erforscht in Textrecherchen, Befragungen und Kollaborationen mit Expert_innen, wie sich Verletzen und Heilen bedingen. Diese Recherchen werden dann in raumgreifende Installationen, architektonische Interventionen und Zeichnungen übersetzt.
Klöpfer studierte an der ABK Stuttgart in der Klasse für Installation bei Prof. Birgit Brenner und Germanistik an der Universität Stuttgart. Nach dem Diplom erhielt sie das Landesgraduiertenstipendium. Ihre Arbeiten wurden in Solo- und Gruppenshows u. a. im Haus der katholischen Kirche, in der Staatsgalerie Stuttgart und im Künstlerhaus Stuttgart gezeigt.



